watched #4

Fantasy-Western mit tollen Farben

Fantasy
Avatar – Aufbruch nach Pandora
. So heißt die neue Art Kino zu machen. In 3 Dimensionen mit überragenden Effekten. Selten war der Ansturm auf die Kinos so groß. Zuletzt war dies bei „Der Herr der Ringe“ der Fall. Also ein absolutes Film-Highlight, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Auch wenn die Augen sich in den ersten Minuten noch an die 3D-Effekte gewöhnen müssen, so muss man sagen, dass es ein ganz außergewöhnliches Film-Erlebnis ist. In den letzten Jahren hat sich die Technik  auf diesem Gebiet enorm verbessert. Das Tragen von 3D-Brillen im Kino könnte in den nächsten Jahren zur Gewohnheit werden.
Pandora ist ein Palnet der von Ureinwohnern, den Na’vis, bevölkert wird. Der Clou: Der Planet beherrbergt einen Rohstoff, den sich die Menschen zu Nutzen machen wollen. Das größte aller Vokommen liegt direkt unter dem Wohngebiet der Ureinwohner. Es gibt Menschen die diesen Konflikt friedlich lösen wollen, und welche, die die Na’vis mit Gewalt aus ihrem Umfeld vertreiben wollen. Sam Worthington spielt den ehemaligen Marine-Offizier, Jake Sully, der Kontakt zu den Na’vis herstellen soll, indem sich sein Geist in den Körper eines soganannten Avataren „hineinträumt“. Schnell findet er Anschluss  beim Volk der Na’vi und wird von der hübschen Neytiri, gespielt von Zoe Saldaña, in das Leben ihres Stammes eingeführt.  Die Story ist nicht so schlecht, wie es in manchen Kritiken zu lesen ist. Manchmal liegt der Vergleich zu einem Western nahe, da sich „Menschen und Na’vis“ wie „Cowboys  und Indianer“ bekämpfen. Aber zumindest bleibt es immer ein überragender Western.
Es sind vor allem die kleinen Details, die diesen Film sehenswert machen. Zum einen die grandiosen Farben und zum anderen die Ideen der Unterscheidung zwischen Mensch und Na’vi. So spielt zum Beispiel die Zopfspitze der Ureinwohner eine besondere Bedeutung für das Kommunizieren mit „Pferd“ und Drachen.
Absolut überzeugend ist die Filmmusik. James Horner (Breaveheart, Titanic) hat einen Soundtrack entwickelt, wie er vorher nie zu hören war. Der Wechsel zwischen verschiedenen Harmonien innerhalb eines Stückes ist verblüffend. Was zunächst atonal klingt, ist nur die Überleitung zu einem neuen Thema in einer anderen Harmonie. Mit anderen Worten „der absolute Hammer“.


Meine Wertung:
5von7

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Watched #3

Dream Team DiCaprio & Crowe

Polit-Thriller
Wer behauptet eigentlich noch, dass Leonardo DiCaprio ein schlechter Schauspieler ist? Für mich ist er einer der am meisten unterschätzten Schauspieler Hollywoods. In „Der Mann, der niemals lebte“ im Original „Body of Lies“ beweist er einmal mehr sein Talent. DiCaprio spielt den Undercover-Agenten Roger Ferris der CIA, der im mittleren Osten den Terror direkt im Ursprung bekämpfen soll. Die Story ist simpel, aber überaus spannend. Russell Crowe aka Ed Hoffman, der die Einsätze von den USA aus leitet, ist meist über Headset direkt mit Ferris verbunden. Beide mögen sich zwar nicht besonders, können aber nicht ohne den anderen. Richtig brisant wird  es, als Ferris eine Zusammenarbeit mit dem jordanischen Geheimdienst beginnt. Spannend, logisch, anspruchsvoll und actionreich.
Ridley Scott ist ein deutlich besseres „Syriana“ gelungen.

Meine Wertung:
6von7

2012 – Emmerich steht auf Doughnuts

Endzeit-Katastrophenfilm
Wenn man den Namen Emmerich hört, dann denk man sofort an Weltuntergang, Aliens, überragende Special-Effects und tragische Helden. Es sind meistens Filme auf die man sich einlassen muss. Wissenschaftliches und logisches Denken muss für ein paar Stunden in den Hintergrund rücken.
So auch bei diesem Streifen, bei dem eine überdimensionale Sonneneruption dazu führt, das sich die Erdkruste vom Kern löst und zu schwimmen beginnt. Das klingt im ersten Moment nach etwas Neuem, nur leider wird auch hier jedes Katastrophenfilm-Klischee bedient. Da haben wir einen Familienvater, der getrennt von Kindern und Frau lebt, einen bösen russischen Milliardär und einen besorgten amerikanischen Präsidenten mit einer hübschen Tochter. Hinzu kommt -und das ist wirklich schade-, dass der Film manchmal ins Lächerliche abschweift. Warum muss ein Riesen-Doughnut über die Straße rollen, der beinahe das Auto der Protagonisten rammt?, wieso fliegt eine U-Bahn durch die Luft? und was zum Teufel macht die Queen in einem Endzeit-Katastrophenfilm? Fehlt nur noch, dass Reinhold Messner oben auf dem Everest steht und sich ein ins Fäustchen lacht, als er sieht was unten abgeht.
Nichtsdestotrotz machen die gigantischen Special-Effects so einiges wieder gut. Meiner Meinung nach muss man den Film nicht unbedingt gesehen haben. Wer ihn sich dennoch angucken will, sollte den Weg ins Kino finden, denn nur da werden die Effekte richtig rübergebracht. -Aber: „Halt‘ die Eier gut fest!“

Meine Wertung:
3 von 7

State of Play – Stand der Dinge

Thriller
Investigativer Journalismus in seiner spannendsten Form. State of Play ist rasant, spannend, anspruchsvoll und besitzt eine überragende Story. Dazu eine Filmbesetzung vom Allerfeinsten: Die eher unbekannte Rachel McAdams spielt eine Online-Journalistin und professionelle Bloggerin vom Washington Globe. Der Gegenpart des konservativen Journalismus, wird von Russell Crowe verkörpert. Für mich ist er ein Schauspieler, der immer mal wieder sehr gute Rollen spielt, mal aber auch kräftig daneben liegt mit seinen Filmen. Dies ist auf jeden Fall einer seiner besseren Filme. Einzige Fehlbesetzug in meinen Augen ist Ben Affleck, der die Rolle als Abgeordneter nicht wirklich glaubwürdig rüberbringt. Ansonsten ein toller Streifen und unbedingt sehenswert.

Wertung:
6 von 7