Wasserball

Die Wurfkraft eines Handballspielers, die Passgenauigkeit eines Rugbyspielers und die Power und Ausdauer eines Schwimmers – all das kombinieren Wasserballer in ihrer Sportart. Beim olympischen Wasserballturnier in der neuerrichteten „Water Polo Arena“ im Olympia-Park können Frauen und Männer jeweils eine Medaille gewinnen.

Nicht ganz so populär, dafür umso traditionsreicher – Wasserball ist bereits seit 1900 olympische Disziplin und war mit Ausnahme von 1906 immer im Programm. Das ist sicher auch ein Grund dafür, warum die Sportart nach wie vor bei Olympia zu finden ist. Das IOC will den Focus zwar auf die finanziell attraktiveren Sportarten legen und das Event „Olympische Spiele“ etwas verkleinern, gleichzeitig aber auch traditionsreiche Sportarten wie Fechten, Gewichtheben, Ringen und eben auch Wasserball beibehalten.

Zum Spiel: Eine Wasserballmannschaft ist mit sieben Spielern im Wasser: Einem Torwart, einem Center, einem Center-Verteidiger, zwei Außen und zwei Halb. Der Spielaufbau passiert dabei meistens über die zwei Außen-Spieler, weil sie das Spiel in die Breite ziehen können und so Platz für die Center- und Halb-Spieler schaffen. Zwei Schiedsrichter, ähnlich verteilt wie die Linienrichter beim Fußball,  beobachten das Spielgeschehen vom Beckenrand aus und greifen bei Regel-Verstößen ein.

Verstöße sind unter anderem das Behindern eines Spielers, der nicht im Ballbesitz ist. Je nach Härte bedeutet diese Aktion einen Freiwurf für die gegnerische Mannschaft oder sogar eine Herausstellung des foulenden Spielers für 20 Sekunden. Bei der dritten Herausstellung wird ein Wasserballer vom Rest des Spiels ausgeschlossen.

Alle Augen auf:

Da Deutschland in einem dramatischen Qualifikationsturnier leider kein Ticket für London buchen konnte, stehen andere Teams im Blickpunkt.

Serbien. Das Team rund um Kapitän Vanja Udovičić ist amtierender Vize-Weltmeister im Wasserball. 2011 in Shanghai waren lediglich die Italiener stärker, die aber lange nicht so konstant spielen wie die Serben. Bei den letzten beiden Olympia-Teilnahmen wurden sie von noch von den Ungaren vom obersten Gold-Platz verdrängt. In London sehe ich Serbien aber ganz oben, auch weil das ungarische Team ein wenig in die Jahre gekommen ist.

USA. Die USA sind nicht nur was Frauen-Basketball und -Fußball angeht eine der führenden Nationen. Auch beim Wasserball findet man Ballsport-begabte amerikanische Frauen. Dreimal war das US-Team schon Weltmeister, zuletzt 2009. Bei den Olympischen Spielen in Peking sprang die Silbermedaille heraus. In London winkt nun Gold.

Titelbild von Charles McCain (Creative Commons)

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